Klassenerhalt nach 6 : 2 gegen stark ersatzgeschwächte Nienberger Zweitgarnitur gesichert!

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Die Überschrift hätte auch lauten können: Wenn’s läuft, dann läuft’s … wie in einem der letzten Beiträge. In einem Nachbarverein habe ich kürzlich auf der Homepage gelesen: “ Ein Pferd springt nicht höher als es muss“, aber unser Gaul war nicht zu halten und so kamen wir zum hohen Sieg und nutzten die Gunst der Stunde. 
Erstmals spielten wir in den Räumlichkeiten des Otgerushauses, welches zentral in der Innestadt liegt und über schöne Räumlichkeiten verfügt. Auf dem Flur war es jedoch anfangs sehr laut von Kindern; die hatten schon wohl ihre Nikolausgeschenke erhalten und fürchteten sich nicht vor der Drohung, den Knecht Ruprecht vorbei zu schicken. Nun zum Spielgeschehen:
Als erster war Josef fertig. Aus einer ruhigen normalen Eröffnung heraus sorgte er dann für taktische Verwicklungen. Sein Gegner konnte die Drohungen nicht fehlerfrei parieren und somit stand es früh 1 : 0 für Stadtlohn.  Zu diesem Zeitpunkt hatte Jochem bereits in ein Endspiel abgewickelt, bei dem seine beiden Türme gegen Turm/Springer wohl erfolgreich sein dürften. Nach einer geschlossene Eröffnungsphase schaffte Jochem Schwächen am gegnerischem Königsflügel, welche zum genannten Vorteil führte. Bei Michael sah es aber in der Eröffnung nicht rosig aus. Die Gäste setzten an den hinteren beiden Bretter zwei nachgemeldete DWZ-lose Spieler ein, und man weiß ja nie, was in so einer unbekannten Wundertüte drin steckt. Alle anderen standen ok, und es deutete alles auf einen, wenn auch knappen Sieg hin. Als zweiter sollte dann Marcel fertig sein. Er kam mit Schwarz gut aus der Eröffnung heraus. Sein Gegner holte sich dann einen Bauern ab, gab dafür aber einen wichtigen Läufer gegen Springer. Dieser fehlte dann aber am geschwächten Königsflügel und Marcel lies sich nicht zweimal bitten und bestrafte den Bauernraub mit Partiegewinn für Stadtlohn. Leider musste Michael dann zusehen, wie sein König mattgesetzt wurde. In einer scharfen Eröffnungsvariante kannte sich sein Gegner besser aus. Zu diesem Zeitpunkt war dann doch nicht mehr alles so klar mit einem Stadtlohner Sieg.
Zwar stand Jochem immer noch auf Gewinn, aber das war es dann auch. Bert hatte keinerlei Vorteile, stand sogar etwas schlechter. Auch bei Daniel sah es nicht so gut aus. Er hatte zwar einen Mehrbauern, sein Gegner aber ein starkes Läuferpaar und mehr als ausreichende Kompensation. Luc hatte ein eigentlich vorteilhaftes Endspiel, nachdem er aber einen Bauern gewinnen wollte, stand er plötzlich nicht mehr so besonders. Peter übernahm nach 15 Zügen die Initiative, aber erlangte dadurch keinen Vorteil. Sowohl Peter, als auch sein Gegner, hatte Möglichkeiten auf großen Vorteil nicht genutzt.
Doch dann kamen wir zu den entscheidenen Punktgewinnnen. Zunächst konnte Bert einen wichtigen Bauern gewinnen, beendet wurde seine Partie mit einer Springergabel und wir führten somit 3 : 1. Daniel spielte dann auf Zugwiederholung und so konnte er zumindest das Remis verbuchen. Dabei bestand in der Endstellung sogar noch die Möglichkeit, um Vorteil zu spielen. Nun waren auch Jochem und Luc fertig. Den Endspielvorteil nutzte Jochem zum Erfolg. Und Luc musste sein Endspiel Remis geben, dabei war beim erreichtem Endspiel  zuvor auch ein voller Punkt möglich. Den Schlusspunkt setzte dann Peter. Seine Partie war eigentlich verloren, aber sein Gegner griff im 37. Zug fehl und Peter nutzte diesen Fehler zum Sieg aus. (08.12.24 jk)

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Stadtlohn trumpft weiter auf – auch in Gescher erfolgreich

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Als einzige Team in der Verbandsliga Münsterland hat Stadtlohn die ersten drei Runden gewonnen und ist alleiniger Tabellenführer. Damit haben wir als Aufsteiger nicht gerechnet!
In einem sehr spannenden Mannschaftskampf beim Nachbarn aus Gescher kam es zum erwartetem Spiel zweier gleichstarker Teams, wobei wir einen glücklichen Sieg einfahren konnten.
Bereits nach gut 1,5 Stunden einigte sich Bert mit seinem Gegenüber auf remis. In einer spanischen Abtauschvariante bekam Bert zwar einen Doppelbauer auf der c-Linie, doch nachdem so einiges getauscht wurde, war die Luft raus. Kurz darauf konnte Elisabeth in einem Sizilianer diverse Drohungen und Fesslungen aufbauen. Sein Gegner gab auf, da er sehr viel Material einbüßen würde. Schöner überzeugender Sieg von Elisabeth. Einen Sizilianer gab es auch am erstem Brett, hier wickelte Jochem so ab, das er zwar einen Bauern gab, dafür hatte der starke Gegenspieler aber einen Doppelisolani auf der c-Linie, somit Remis. Der Ausgleich für Gescher fiel dann nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit am sechstem Brett. MF Daniel vertraute auf einer Springergabel, doch sein Gegenspieler bekam für die Minusqualität noch zwei Bauern und angenehmem Spiel. Dies baute sein Gegner weiter aus und Daniel fand keine ausreichende Abwehr. Eine halbe Stunde später konnte dann Josef einen vollen Punkt verbuchen und uns wieder mit 3 : 2 in Führung bringen. Eine sehr schön gespielte Schwarzpartie! Erst die gegnerische Königsstellung schwächen, dann wirbelten seine beiden Springer und sorgten für entscheidenden Materialvorteil. Doch entschieden war noch nichts!

Michael stand am letztem Brett nicht besonders gut und der Angriff von Peter am Brett fünf hatte sich festgefahren. Hier gab es dann eine Abwicklung, wo Peter Dame mit Turm und Bauern spielte, seine Gegnerin aber mit Turm, Läufer und zwei Springer mit Bauern, mehr als ausreichend Kompensation für die abgegebene Dame hatte. Zum Glück hatte Marcel eine gute Stellung, und so sollte es doch mindestens ein 4 : 4 geben. Dabei war der Einsatz von Marcel bis kurz vor Spielbeginn unklar, lag er doch zwei Tage zuvor noch auf der Intensivstation! Nach drei Stunden Spielzeit schaffte Michael doch noch die Punkteteilung, da sein Gegner eine Figur für zwei Bauern geben musste. Das Remisangebot nahm Michael dann bei knapper Restzeit an. Marcel wickelte seine Partie so ab, das Materialgewinn die Folge war und sein Gegner aufgab. 4,5 Pkt.. Mannschaftskampf gewonnen. Peter schaffte es dann nicht mehr, seine Stellung zu halten und Gescher erreicht damit 3,5 Pkt. 
Parallel spielte auch Gescher 3 gegen Stadtlohn 3, auch hier konnte Stadtlohn durch ein 3 : 1 gewinnen. (16.11.24 jk)

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Stadtlohn nach Erfolg im Nachholspiel Tabellenführer

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Im Nachholspiel gegen die Zweitvertretung aus Emsdetten wollten wir unbedingt weitere Punkte für den Klassenerhalt in der Verbandsliga verbuchen. Leider musste MF Daniel ganz kurzfristig absagen, ein Ersatz war zunächst nicht zu finden. Glücklicherweise tauchte Martin  (er wollte eigentlich nur ein wenig zuschauen), auf, und erklärte sich bereit, kurzfristig die Lücke zu schließen; vielen Dank!
Bereits nach zwei Stunden konnte Marcel nach siebzehn Zügen eine Doppeldrohung aus Springergabel und Mattangriff aufstelllen und uns in Führung bringen. Leider musste Peter kurz darauf gegen den DWZ-stärksten Gegner aus Emsdetten aufgeben, da eine Figur verloren ging. In einer Londoner Variante ergriff sein Gegner zunächst die Initiative und konnte den typischen Vorstoß e4 durchsetzten. Kurz darauf hätte Peter die Partie zu seinem Gunsten drehen können – hat keiner gesehen. Josef erspielte sich nach einer durchwachsene Eröffnung einen Mehrbauern. Für aktives Spiel gab er diesen aber wieder her und errechte einen schönen Mattangriff, der nur mittels Damenverlust hätte verhindert werden können. Somit stand es nach 2,5 Stunden 2,0 : 1,0 für Stadtlohn. In einer unspektakulären Partie einigte sich Bert dann mit seinem Gegner auf Remis. Auch die Partie von Luc endete mit Remis, allerdings war so einiges los in einer unübersichtlichen Stellung und beide Spieler hatten wohl jeweils Gewinnmöglichkeiten. Am Ende drohte der Gegner von Luc Matt, was Luc aber mittels Dauerschach abwehren konnte. Jochem konnte dann auf 4,0 : 2,0 für uns erhöhen. Seine Stellung war lange ausgeglichen und im 20. Zug hat er eine starke Fortsetzung für sich übersehen. Im Damenendspiel übersah dann sein Gegner die Drohung Matt oder Figurenverlust. Den Sieg für uns sicherte kurz darauf dann unser Ersatzmann Martin. Er musste nur einmal einen bangen Moment überstehen als sein Gegner einen angebotenen Damentausch auswich. Danach verrannte sich sein Gegner in einem Königsanagriff und verlor dabei eine Figur. Den Schlusspunkt zum 5,5 : 2,5 Erfolg setzte dann Michael, der nichts anbrennen ließ und sich auf Remis einigte.
Das war zeitlich der kürzeste Mannschaftskampf in letzter Zeit. Nur in zwei Partien wurden 40 Züge gespielt, alle anderen waren vor dem 30. Zug beendet. Nach 3,5 Stunden war alles vorbei. (27.10.24 jk)

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Gelungener Auftakt in der Verbandsliga

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Mit gleicher Mannschaft wie im letztem Spiel gegen Heiden starteten wir in der ersten Runde der Verbandsliga gegen den Mitaufsteiger  Heiden. Es war ein ähnlich spannendes Match wie in der vorletzten Runde der letzten Saison zu erwarten.
Nach zweieinhalb Stunden einigte sich Peter mit seinem Gegenüber auf remis. Er hatte Raumvorteil, aber die schwarze Stellung seines Gegners war stabil und es gab kein durchkommen. Kurz darauf spielte Josef remis, in dem er ein Dauerschach wählte. Alternativ hätte er einen Bauern bekommen, aber sein Gegner hätte genug Kompensation gehabt. Und Zeitmangel war auch schon vorhanden, daher kein Risiko. Zwischendurch hatte sein Gegner bessere Züge drin gehabt. Bert folgte kurz darauf mit der Punkteteilung und nach drei Stunden stand es 1,5 : 1,5.  Leider machte Daniel in einer etwas passiven Stellung einen Fehler, den sein Gegner zum Gewinn ausnutzte. Doch Marcel am Brett drei und Luc am Brett acht spielten ihre Partien sehr gut und kamen beide zum vollem Punkt. Unsere Führung hielt leider nicht lange, da Michael in Zeitnot in einer bereits schwierige Position weiteres Material einbüßte und aufgeben musste. Stand: 3,5 : 3,5
Nun hing alles von der Partie am Spitzenbrett ab. In einem Doppelturmendspiel mit jeweils fünf Bauern dachten viele an die Punkteteilung.  Jochem hatte einen kleinen Vorteil, da der gegnerische König passiv stand. Doch würde das reichen? Jedenfalls erreichte Jochem im weiteren Spielverlauf und Turmtausch dann doch eine Stellung, die er gewinnen konnte, und den knappen Sieg sicherstellte. (14.09.24 jk)

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Turnierbericht: Von der Vorbereitung bis zum Sieg

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Peters Weg im Willingen-Turnier

Nach dem Aufstieg in die Verbandsliga steht nun die Saisonvorbereitung an. Aus diesem Grund hat Peter an einem verlängerten Wochenende vom 26. Bis 28. Juli an einem Turnier in Willingen teilgenommen. Auf dem Programm standen 5 Partien nach Schweizer System mit der klassischen Zeitkontrolle. Für Freitag und Samstag standen jeweils zwei Spiele an und Sonntagmorgen noch das letzte Spiel. Organisiert wurde das Turnier von Chessence. Da in den ersten beiden Ratinggruppen zu wenige Spieler waren, wurden diese mit der dritten Gruppe zusammengelegt. Die Spannweite der Ratings ging damit von 1400 bis 2100 plus.

Der Auftakt am Freitag gestaltete sich schwierig. Nach einer langen Partie von 4,5h musste Peter leider aufgeben. Nach dem Verlust von zwei Leichtfiguren für einen Turm, konnte er nicht genug Gegenspiel erzeugen. Die zweite Partie verlief erfolgreicher. Nach einer Ungenauigkeit des Gegners war eine Bauerngabel gegen zwei Leichtfiguren möglich. Danach war noch genaues Spiel notwendig, um dem Angriff des Gegners zu widerstehen, aber nach dem forcierten Abtausch der Damen war das Endspiel eine sichere Sache.

Der Samstag stand unter einem guten Stern. In der ersten Partie konnte Peter seine Figuren aktiver entwickeln als sein Gegner. Unter dem Druck unterlief diesem ein Fehler und es war ein Spieß von Dame und König auf der Grundlinie möglich. Die zweite Partie des Tages war sehr positionell geprägt. Peter gelang es am Damenflügel eine Schwäche zu erzeugen und einen Springer stark zu platzieren. In der geschlossenen Stellung konnte der Gegner sein Läuferpaar nicht zur Geltung bringen. Nach dem Gewinn eines Bauern war die Überleitung in ein gewonnenes Endspiel möglich. In der letzten Partie des Turniers ging es am Sonntag morgen gegen den stärksten Gegner mit über 2.000 DWZ. Peter, mit Schwarz, antwortete auf e4 mit der Pirc-Verteidigung. Beide Seiten wählten scharfe Varianten. Weiß opferte im Zentrum einen Springer gegen zwei Bauern und konnte mit aktiven Figuren gefährliches Spiel erzeugen. Nach einer Ungenauigkeit in der Verteidigung ging die Partie dann leider schnell verloren.

Trotz allem reichte es mit 3 von 5 Punkten zum ersten Platz in der Rating-Gruppe. Damit ist auch die Qualifikation für das Final-Turnier im Oktober erreicht.

Eine Besonderheit gab es bei diesem Turnier, was in Zukunft für den Schachsport interessant werden könnte. Die FIDE hat am Anfang des Jahres die elektronische Erfassung der Züge erlaubt. Die Turnierleitung hat als Testlauf ab der dritten Runde dem Spieler mit den schwarzen Steinen Tablets zur Verfügung gestellt. Darauf lief eine Software, mit der die Züge erfasst werden konnten. Mitschreiben per Papier war nicht nötig. Die Züge konnten live im Internet verfolgt werden. Links zum Anbieter der Software und einigen Partien des Turniers sind unten aufgeführt. Als Peter es beim zweiten Spiel am Samstag selbst getestet hatte, stürzte allerdings die Software nach 14 Zügen ab. Es ist also vielleicht noch ein Stück zu gehen, bis sich diese Methode durchsetzt.

Insgesamt war es ein spannendes Turnier mit interessanten Partien und einer tollen Atmosphäre. An dieser Stelle vielen Dank an die Organisatoren und die Turnierleitung (28.07.24 pb)

Links:

Turnierdetails mit Paarungen und Ergebnissen https://chess-results.com/tnr977861.aspx?lan=0

Software zur digitalen Partiemitschrift https://clono.no/

Partien für „Masters“ Gruppe https://clono.no/live/tournament/?t_id=770

Bildrechte: Vasileios Lanaras

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